
28.08.10 - Singapur
Als wir den Damm nach Singapur überquerten, fühlten wir uns schon fast wie zuhause. Die festungsartige Grenzstation, die sauberen Strassen, die getrimmten Hecken, der geordnete Verkehr, das meiste verboten. Ein Wohlgefühl!
Wir durften bei unseren lieben philippinischen Freunden wohnen, die uns grossartig willkommen hiessen. Bald schon hatten wir ihr Kredo intus: Lasse nie eine Mahlzeit aus! In Kürze waren wir über unser Kampfgewicht aufgefüttert ;-) Essstände, Sushi-Bars, Emmenthaler, Sauerteig-Brot und Frey-Schoggi taten den Rest. Wir trafen uns mit Freunden und ehemaligen Arbeitskollegen, schauten uns an, was sich in den letzten anderthalb Jahren alles getan und verändert hatte. Um ein Haar wären wir hängen geblieben ...
Nach einem Monat der Musse konnten wir uns aber doch wieder aufraffen und hatten diesmal sogar einen Plan: erst einmal für einen Monat nach Indonesien zum Inselhüpfen und dann hoch nach Japan.
30.07.10 - Melaka, Malaysia
Selamat! Unsere Zeit in Malaysia neigt sich schon bald dem Ende zu, noch ein paar Tage und wir sind wieder „Zuhause“!
Auf Koh Tao/Thailand blieben wir in gewohnter Manier etwas länger hängen als geplant. Mal in Malaysia, zog uns Georgetown sofort in seinen Bann. Stundenlang streiften wir durch die Altstadt und fanden immer wieder hübsche Winkel, die zum Verweilen einluden. Es war voll multikulti hier: britisch-chinesisch-indisch-malaysisch, was sich vor allem auch im Essen widerspiegelte. Wir hielten uns vorerst hauptsächlich an Chicken-Tikka-Masala mit viel Naan...
Dann radelten wir der Ostküste entlang südwärts. Es war sehr angenehm, die Leute ausgesprochen freundlich und gesprächig. Wir fuhren oft durch grosse Palmenhaine und der Verkehr war aushaltbar, wenn wir nicht gerade auf der Autobahn fahren mussten :-S Zwei Abstecher nach Perhentian und Tioman Island zwecks Tauchen und Sonnentanken lockerten das Programm etwas auf. Der grosse Regen sass uns immer dicht auf den Fersen, wir gaben Gas.
In Melaka frönen wir erneut der Kultur: will heissen Architektur und Gastronomie. Jetzt sind wir nur noch einen Katzensprung von Singapur entfernt, wo es sich ähnlich verhalten wird. Vielleich Gewicht tendenziell eher auf der kulinarischen Seite ;-) Wir freuen uns auf Chili Crab, Chicken Rice, aber vor allem darauf, unsere Freunde wiederzusehen!
24.06.10 - Koh Tao, Thailand
Zurück in Thailand – zurück am Strand!
Von Saigon aus ging es erst mal zur Küste und dann in ein paar Etappen bis hinauf in den Norden. Wir hielten uns mehr oder weniger an die ausgetretenen Touristenpfade, sprich Nha Trang, Hoi An, Hué. Was eigentlich ganz nett war. Im Gegensatz zum Mekongdelta und zur Grossstadt Saigon war es definitiv etwas ruhiger an der Küste und die Altstadt Hoi Ans sogar verkehrsfrei! Von Hanoi aus machten wir einen kurzen Ausflug in die Berge, was unserem Vorhaben, via Laos zurück nach Thailand zu radeln definitiv den Gnadenstoss versetzte. Es war kalt(!), neblig und regnete ununterbrochen. Die Regenzeit hat uns eingeholt.
Ergo nahmen wir die Abkürzung via AirAsia und landeten zum dritten Mal dieses Jahr in Bangkok. Dann per Nachtzug und Fähre auf die Insel Koh Tao, wo wir uns mit Radlerfreunden aus Holland und England wiedertrafen. Und hier sind wir noch immer. Wir machen ab und zu ein paar Luftblasen unter Wasser und geniessen das Strandleben, die leckere thailändische Küche und die Zeit in guter Gesellschaft. Es tut sehr gut, sich ein wenig mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Von unserem Balkon sehen wir direkt auf den grossen weiten Ozean – ideal, um unsere letzten Reiseerfahrungen zu verarbeiten und weitere Reisepläne zu schmieden...
19.05.10 - Ho Chi Minh City (Saigon), Vietnam
„Good morning Vietnaaam“! Wir sind in Saigon, der Millionenmetropole im Süden des Landes und dem Töff-Eldorado schlechthin - was natürlich für den Fussgänger und den Velofahrer etwas weniger paradiesisch ist...
Kambodscha war echt der Hammer und hat unsere persönliche Hitliste für Südostasien gesprengt. Nachdem wir drei Tage lang in den Ruinen des alten Angkor rumgekurvt bzw. -gekraxelt waren blieben wir noch ein paar Tage in Siem Reap, genossen das bunte Treiben und verwöhnten uns etwas mit all den lokalen Annehmlichkeiten. Schon mal eine Fussmassage von kleinen Fischen in einem Aquarium gekriegt? Ein total kitzelndes Erlebnis! Später radelten wir weiter durch kleine Dörfer und Ortschaften nach Phnom Penh und einmal mehr erfreuten wir uns an der fröhlichen, herzlichen und offenen Art der Khmer. Es war ein echter Genuss.
Sobald wir die Grenze nach Vietnam überschritten hatten, senkte sich der Genussfaktor leicht, denn das Mekongdelta auf dieser Strecke ist ganz und gar nicht so idyllisch wie man es sich vorstellt sondern scheint eine einzige riesige Ortschaft zu sein. Kaum ein Platz am Strassenrand, der menschen- bzw. verkehrsfrei war und an dem man sich ein bisschen hätte zur Ruhe setzen können. War allerdings nicht so tragisch, denn wir machten unsere Pausen eben in den gemütlichen Beizen statt unter schattenspenden Bäumen. Bisschen Hängematten schwingen und gekühlten vietnamesischen Kaffee oder Grüntee schlürfen auch nicht schlecht.
Senden euch allen eine riesige Portion Wärme und Sonne (vor allem in die Schweiz). Wie's aussieht haben wir zu viel von dem, was ihr zu wenig habt!
24.04.10 - Siem Reap, Kambodscha
Sua s'dei! Es war unbeschreiblich heiss beim Radeln und wir fragten uns, was um alles in der Welt so cool daran sein soll, sich bei diesen Temperaturen und dieser Luftfeuchtigkeit sportlich zu betätigen. Thailand ein Veloland? Wohl eher nicht wirklich. Da machten wir, was wir in solchen Situationen immer tun: Baden gehen. Noch einmal mussten wir gezwungenermassen die Luft der grossen weiten Tui-Reisewelt rund um Krabi schnuppern, bis wir in Koh Lanta etwas Ruhe und ein gemütliches kleines Strandresort fanden. Jetzt konnten auch wir die Sonnenuntergänge geniessen, ohne lästigen Sand in der Badehose – gemütlich vom Infinity-Pool aus natürlich ;-)
Genug vom Thai-Touris-Inselhüpfen ging's per Bus direkt nach Bangkok, und weil das ja momentan nicht so der Ort zum Rumlungern ist, radelten wir am selben Tag auf der nicht sehr einladenden achtspurigen Autobahn weiter nach Ayutthaya. Und wer's glaubt oder nicht, neben den schönen Tempelruinen der ehemaligen Hauptstadt der Thais erlebten wir dort endlich auch ein bisschen des so angepriesenen „Landes des Lächelns“. Und sei es bloss deswegen, weil die Leute wegen des Neujahrsfestes drei Tage lang übermütig mit Wasser um sich schmissen und Party machten.
Wir schafften es, just auf den letzten Tag vor Ablauf unseres Visums die Grenze nach Kambodscha zu überschreiten. Von da an aber wirklich „Land des Lächelns“. Es ist fantastisch hier! Die Khmer supernett und die Ruinenstätten von Angkor sowieso atemberaubend. Wieso sind wir nicht schon früher gekommen?



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