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11.09.09 - Bishkek, Kirgistan

Nach den kargen Zeiten in den Pamirs planten wir ein bisschen im Luxus zu schwelgen, wenn wir Osh, die erste grosse Stadt in Kirgisistan erreichen w├╝rden. Und das taten wir auch! Wir stiegen n├Ąmlich im De Luxe ab und assen in Restaurants wie The Rich Men CafÚ, genossen die Auswahl in den Superm├Ąrkten (Wein!) und g├Ânnten uns ein paar Tage Pause. Dann ging's weiter durch das Susamir Tal und per Pferdetrekking hoch zum Song K├Âl See. Wir liessen unsere Radelwaden baumeln und kraxelten per Pferd die P├Ąsse hoch, galoppierten ├╝ber die Jaloos (die alpinen Sommerweiden) und ├╝bernachteten in den Jurten der Nomaden. Genial!
Entlang dem Issyk K├Âl See wurde es dann immer herbstlicher. Erlebten wir in den Bergen vier Jahreszeiten in ein paar wenigen Stunden, schlug das Wetter hier definitiv um und die Schneefallgrenze sank betr├Ąchtlich. Herrlich anzuschauen, aber Radeln im Regen... - ist nicht unser Ding. In Bishkek, tausend H├Âhenmeter tiefer gelegen, verbringen wir nun die Zeit mit dem Komplettieren und Reparieren unseres Materials, dass allem Anschein nach ein bisschen in die Jahre gekommen ist. Gebrochene Felge, Bremsen, die lecken, Schlafs├Ącke, die nicht mehr wirklich warm sind, ein Zeltboden, der etwa so wasserdicht ist, wie ein Kaffeefilter, etc.
Nun, alles l├Ąsst sich nicht ersetzen oder richten, nichts desto trotz werden wir in ein paar Tagen ins Reich der Mitte weiterreisen - eigentlich ja auch ein konstantes Flickwerk... Welche Route wir nehmen werden wissen wir noch immer nicht, denn China mit seinen verfluchten Restriktionen bereitet uns seit langem grosses Kopfzerbrechen!

15.08.09 - Murgab, Tadschikistan

Nur eine kurze Meldung per Satellit, mitten aus den Pamirs, aus Murgab, 3'612m ├╝. M.
Seit wir die Grenze nach Tadschikistan ├╝berschritten haben, sind wir v├Âllig hingerissen von diesem Land. Mit seiner ├Ąusserst herzlichen Bev├Âlkerung und der grandiosen Landschaft hat es m├╝helos den Sprung in unsere pers├Ânliche Top-10 geschafft.
Wir sind seit ein paar Tagen auf der M41 unterwegs, dem so genannten Pamir Highway. Die Gebirgslandschaft auf dem Hochplateau ist absolut atemberaubend! Ein tiefblauer Himmel zeichnet sich messerscharf ├╝ber den teilweise schneebedeckten Bergen ab und macht das Radeln ├╝ber das Hochland zur Augenweide und zum Hochgenuss. Die N├Ąchte im Zelt mitten im Nirgendwo sind bitterkalt und wir k├Ânnen endlich wiedermal unsere Winterklamotten anziehen, um Abends staunend in das grenzenlose Sternenmeer zu blicken. Traumhaft!
In wenigen Tagen werden wir bereits in Kirgistan sein und vielleicht gibt es da mal eine kurze Radelpause, um unsere W├Ądli zu massieren und unsere Weiterreise auszut├╝fteln. Denn die geplante Route durch Tibet k├Ânnen wir vergessen, da haben uns die Chinesen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mal schauen, woĺs lang geht...

24.07.09 - Samarkand, Usbekistan

Das k├╝hle Bier hat es erst in Usbekistan gegeben - und danach lagen wir diarrh├Âbedingt erst noch einige Tage flach. Ob es daran gelegen hat oder an unserem zweit├Ągigen Besuch bei einer Familie auf dem Lande, auf deren hygienische Verh├Ąltnisse wir hier nicht n├Ąher eingehen...?
Wir haben also Turkmenistan durchquert und es war gar nicht so schlimm wie bef├╝rchtet. Daf├╝r hatten wir uns ein klitzekleines bisschen (sagen wir mal 150km!) verfahren - aber wir hatten ja massig Zeit mit unserem 5tages Transitvisum ;-) Nun sind wir bereits in Usbekistan. Wie erw├Ąhnt, in Buchara pendelten wir zwischen Bett und Toilette hin und her und hier in Samarkand, der Oasenstadt an der Seidenstrasse, zwischen den herausgeputzten Sehensw├╝rdigkeiten.
In zwei, drei Tagen fahren wir r├╝ber nach Tadschikistan und dann geht's endlich in die hoffentlich k├╝hlen Berge. Jololodiuh!

01.07.09 - Kashan, Iran

Der zweite Teil unserer Reise durch den Iran wurde ├╝berschattet von den Pr├Ąsidentenwahlen, respektive vom Ausgang derselben. Die Wut und Frustration ├╝ber das Resultat und die korrupte Regierung entlud sich in Kundgebungen und Krawallen ├╝ber das ganze Land hinweg, vor allem in Teheran. Aber entgegen den Medienberichten in aller Welt (von welchen man hier infolge Zensur so gut wie nichts mitbekommt) herrschte nicht etwa Chaos und Ausnahmezustand im ganzen Land, sondern es liess sich nach wie vor einfach und sicher ├╝berall hin reisen. Vorausgesetzt nat├╝rlich, man mied die heissen (und bekannten) Pflaster.
Etappenweise arbeiteten wir uns also Richtung Norden und bestiegen immer mal wieder einen Nachtbus, f├╝r einen kurzen äAusflugô zu den Botschaften in Teheran, um unsere Visa-Sammlung f├╝r Zentralasien und China zu komplettieren. Und, Freude herrscht, die Turkmenen erbarmten sich unser, respektive unser Charm ├╝berzeugte wohl den ├╝beraus unfreundlichen Konsul davon, dass wir doch kein allzu hohes Sicherheitsrisiko f├╝r sein Land darstellen. Wir k├Ânnen uns nun also auf ein paar Radeltage in der Karakum freuen. Im Reisef├╝hrer steht verheissungsvoll: äNur die absolut gr├Âssten Pechv├Âgel und die total Schwachsinnigen bereisen Turkmenistan im Juli/August.ô. Tja, wir sind allerh├Âchstens zweites, aber eins ist sicher: Nebst unertr├Ąglicher Hitze erwartet uns nach der Grenze das erste k├╝hle Bier seit Monaten! Das sind doch gute Aussichten, oder? ;-)

10.06.09 - Yazd, Iran

Seit gut drei Wochen sind wir in Iran. Nachdem es an der K├╝ste des Persischen Golfs uns├Ąglich heiss war, ist es in Yazd, am Rande der W├╝ste, schon fast angenehm. Wir radelten ├╝ber ein paar H├╝gel und P├Ąsse von Bandar Abbas via Shiraz nach Yazd. Hier gef├Ąllt's uns prima! Jetzt g├Ânnen wir uns eine Pause und streunen in der pittoresken Altstadt umher, spendieren dem Tandi einen Generalservice und hauen unsere ├╝berarbeitete Homepage aufs Netz.
Iran war bis jetzt schlicht der Hammer. Die Leute am Strassenrand und in den D├Ârfern und St├Ądten sind sowas von herzlich, man kommt manchmal gar nicht vom Fleck mit Vel├Âlen, so h├Ąufig muss man plaudern, f├╝r ein Foto posieren, Einladungen zum Essen und ├╝bernachten ablehnen - wollten wir die n├Ąmlich alle annehmen w├╝rden wir zweifellos noch immer am Anfangspunkt hocken... Kaum zwei Tage im Lande wurde ein Interview mit uns am nationalen Fernsehen ausgestrahlt, was unserer Popularit├Ąt nat├╝rlich etwas nachhalf ;-)
Jetzt warten wir, bis die Pr├Ąsidentswahlen vor├╝ber sind und radeln dann weiter nach Esfahan, Kashan und Qom.

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17.11.11 Geraldton, Australien

Westaustralien - das ist Natur pur. Und zwar in scheinbar endlosen Dimensionen sogar! Nicht nur ...
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